Mutige Kinder

Hier möchten wir euch einige der jungen Patienten vorstellen und euch aufzeigen, was ihnen ihre Mutperlenketten bedeuten.

An die mutigen Kinder: Wir würden uns sehr freuen, wenn auch du uns ein Bild von dir und deiner Mutperlenkette zukommen lässt, welches wir hier veröffentlichen dürfen. Schön wäre es, wenn du oder deine Eltern ein paar Worte zu deiner Geschichte dazu schreiben würdet.

Yuna

Die Mama schreibt auf Wunsch von Yuna (6 Jahre)

 

5. Januar 2019, nach neun Stunden auf dem Notfall, hörte ich den Arzt zu mir sagen, es besteht ein Hochverdacht auf Leukämie. In meinem Kopf drehte sich plötzlich alles, Leukämie, Krebs, Tod…… Unsere Welt fiel von einem Moment auf den anderen zusammen.

 

Als ich kurze Zeit später weinend unsere Tochter Yuna in den Armen hielt und ihr mitteilte, dass sie schwer krank sei, drückte sie mich fest und meinte nur: «Mama, aber wäge dem muesch du doch ned trurig si!» Diesen Moment werde ich wohl nie vergessen.

 

Inzwischen kämpfen wir seit bald fünf Monaten gegen den Krebs. Leukämie ist bei Kindern zum Glück meistens heilbar. Wir befinden uns auf einem steinigen Weg, sind aber voller Zuversicht und Hoffnung.

 

Und mittendrin ist unsere tapfere Kämpferin Yuna. Es ist einfach unglaublich, wie unbeschwert Yuna mit ihrer Krankheit umgeht. Sie hat in dieser kurzen Zeit so viel gelernt, viele Eingriffe machen ihr überhaupt nichts mehr aus. Nach jedem Eingriff freut sie sich riesig auf die Mutperlen. Yuna hat bereits ihre zweite Kette begonnen und ist sehr stolz auf jede einzelne Perle, die so liebevoll angefertigt wurde. Als sie all die anderen Mutperlenkinder auf der Homepage gesehen hatte, meinte sie, wir müssen uns unbedingt auch bedanken und ein Foto schicken.

 

Liebes Mutperlenteam, wir bedanken uns herzlich für all die wunderschönen Perlen, die Yuna auf ihrem Weg begleiten. Diese Perlen geben uns immer wieder einen Lichtblick in der schwierigen Zeit. Sie werden Yuna wohl ihr ganzes Leben begleiten und ihr Kraft schenken, wenn es mal nicht so läuft.

 

Und mit dir Yuna gehen wir weiter, du wirst noch einige Perlen kriegen, doch wir werden es gemeinsam schaffen und den Krebs besiegen. Wir haben dich fest lieb.

 

Mama, Papa & Mailo

Gianna

Die Mama schreibt: Bei unserer Tochter Gianna wurde mit 11 Monaten ein unilaterales Retinoblastom (bösartiger Tumor in der Netzhaut des Auges) diagnostiziert. Nachdem sie mit 3 intra-arteriellen Chemotherapien behandelt wurde, hat es leider unkontrollierbare Komplikationen gegeben. Die einzige Möglichkeit, dass Gianna je gesund werden kann, war die Entfernung ihres rechten Auges. Diese Situation war und ist nicht immer einfach, dennoch sind wir einfach unglaublich dankbar dass Gianna gesund ist. Die nächsten Jahre muss sie noch regelmässig zur Narkoseunter-suchung um sicher zu sein, dass im linken Auge keine Tumorzellen wachsen. Mit ihren 2 ½ Jahren kann sie langsam die Bedeutung der Perlen verstehen und sie werden ihr und uns weiterhin Kraft geben. Wir sind sehr beeindruckt wie natürlich unsere kleine Kämpferin mit ihrem Zauberauge umgeht und wir hoffen ganz fest, dass ihr die Perlen Mut machen, falls sie später einmal Zweifel haben sollte.  Die Mutperlenkette wird ein wichtiger Teil sein, wenn wir ihr später alles erklären können. Wenn Gianna sieht, was sie alles geschafft hat, sind wir sicher, dass auch sie Dankbarkeit empfinden wird. 

 

Vielen herzlichen Dank allen Helfern und Spendern, die dieses tolle Mutperlen-Projekt möglich machen.

Riana

Riana zeigt an ihrem Abschlussfest im Kinderspital Luzern stolz ihre Mutperlenketten. 

Oscar

seine Mama schreibt:

Unser Sohn Oscar war gerade 6 Monaten, beim Anfang der Therapie und noch viel zu klein um Perlen selber auszusuchen. Er ist jetzt mit 2 Jahren immer noch zu klein, um die Bedeutung der Perlen zu verstehen. Aber am Anfang, wie auch jetzt, hat er Freude an seiner Perlenkette und schaut sie sich sehr gerne an. 

 

Eines Tages kommt aber der Zeitpunkt wenn er gross genug ist, um alles besser zu verstehen was ihm mal passiert ist.

 

Und dann wird die Mutperlenkette sehr wichtig sein um dass alles zu erklären und verständlich zu machen.

 

Wir können jede Perle erklären - für was ist die gewesen, wann hat er die bekommen, wieso haben wir genau die für ihn ausgesucht. Alles hat einen Grund, einen Sinn.

 

Bis dahin darf ihm Mutperlenkette Freude beim Anschauen bereiten und uns Eltern darf sie weiter Mut und Kraft spenden, wie damals als wir die Perlen für unseren «superhero» aussuchten und schon damals so viel bedeutete - uns zeigte was wir hinter uns hatten.

 

Amélie


Silke

meine tochter silke ist heute 4 und fertig mit der behandlung. kurz nach ihrem 2. geburtstag wurde bei ihr ein tumor im bauch festgestellt. es war ein langer und schwieriger weg. nun habe ich endlich wieder energie für anderes. euer projekt find ich einfach super. auch wir haben eine mutkette. und silke ist sehr stolz darauf.

 

Brief von Simon


Lisa

Meine Tochter Lisa, 4j. hat Leukämie. Vor kurzem hat sie ihre zweite Mutperlenkette begonnen. Es ist unglaublich, wieviel Kraft und Fröhlichkeit ihr diese Mutperlen bringen. Jedem Besucher erzählt sie den kompetten Therapieablauf anhand der Kette. Und dass in allen Details, wie zb dass sie bei der Elefanten-perle den Port zweimal anstechen mussten, weil es nicht gleich geklappt hat oder an welchen Therapietagen der Papi mit ihr im Spital war, wann sie Leukozyten, Trombozythen oder Lumbalpunktionen [wohlbemerkt in der Fachsprache!] bekommen hat. Sie ist sehr stolz auf die tolle Kette und schiebt sie - auf den Infusionsständer gehängt - strahlend durch die Gänge. Heute durfte sie sogar - voller Stolz - die neue Perlenlieferung im UKBB in die Kistchen einräumen.

Ich danke Ihnen vielmals für dieses tolle Projekt mit den wunderschönen Perlen. Danke, dass sie meine Tochter zum Lachen und Strahlen bringen.

 

Liebe Lisa, wir wünschen dir ganz viel Kraft für die weitere Behandlung und hoffen ganz fest, dass du bald wieder ganz gesund wirst.

Simeo

Simeo (Foto von Fotoengel Sabrina Züger-Wysling)
Simeo (Foto von Fotoengel Sabrina Züger-Wysling)


Den Anfang macht Simeo. Dieses Foto ist beim Herzensbilder-Shooting mit Fotoengel Sabrina von Engels-Fotografie.ch an seinem 2. Geburtstag entstanden.

 

Simeo erhielt im März 2013 die Diagnose Hirntumor und hat seither bereits 17 Chemotherapieblöcke durchgemacht. Seine Kette ist bereits 3.5 m lang.

Seine Mutter hat geschrieben: Wir alle lieben diese Kette, auch wenn wir natürlich froh wären, wenn wir diese Perlen nicht benötigen würden. Aber diese Kette hat unsere Familie die ganze Chemotherapie durch begleitet. Nicht nur Simeo hatte immer grosse Freude, wenn es neue Perlen gab. Auch seine drei grossen Geschwister waren nach jedem Spitalaufenthalt neugierig auf die neuen Perlen. Die Perlen sind so vielfältig und wunderschön! Jede einzelne erzählt einen Teil von der Geschichte von Simeo. Vielen vielen Dank für dieses so wunderbare Projekt!

 

Wir hoffen mit euch und drücken ganz fest die Daumen, dass Simeo wieder völlig gesund wird. Wir wünschen euch alles Liebe und ganz viel Kraft.